Exkursion Fa. Blum, 2cka

Am 15.1.2018 durften wir, die Klasse 2cka, eine Exkursion zur Fa. Blum ins Werk 4 erleben. Als erstes wurde uns die Firmen mit ihrer Firmen- und Produktgeschichte vorgestellt.

Firmen-Geschichte
Julius Blum aus Höchst gründete am 1. März 1952 das Unternehmen und stellte als erstes Produkt Hufstollen, eine Art „Spikes“ für Pferde, her. Der gelernte Hufschmied befestigte diesen Gleitschutz an den Hufeisen der Pferde und machte ihre Fortbewegung so sicherer. Der Einzug von Traktoren in die Landwirtschaft zwang Julius Blum in den folgenden Jahren, neue Geschäftsfelder zu suchen. In der Schweiz fand er einen Hersteller von Fenster-, Tür- und Schrankbeschlägen, für deren Produktion er die richtigen Maschinen hatte. Julius Blum erhielt 1964 die Lizenz für die Anuba-Band-Fertigung Einbohrbänder für Möbel, Fenster und Türen). Dies war auch gleichzeitig der Einstieg in die Möbelbeschlagbranche. Die ersten Exporte wurden 1965 getätigt. Bald darauf folgte die Gründung der ersten Auslandsvertretungen. Heute beliefert der österreichische Beschlägehersteller mehr als 120 Länder.

Produkt-Geschichte
Blum produzierte mit dem ANUBA-Band den ersten Möbelbeschlag und vertrieb diesen in Österreich. Im Jahr 1964 wurde mit der Produktion des ersten Blum-Scharniers der Beginn der Fertigung von verdeckten Möbelscharnieren im Unternehmen eingeleitet, ein Jahr darauf nahm das Unternehmen die ersten Exportgeschäfte außerhalb Österreichs auf. 1966 führte Blum Rollschubführungen für Schubladen als weitere Produktsparte in das Produktionsprogramm ein. Seit dem Jahr 1970 gibt es bei Blum eine eigene Lehrlingsausbildung. 1977 kam das erste verdeckte Führungssystem für Schubladen aus Holz auf den Markt. 1985 entwickelte Blum das erste Scharnier, das werkzeuglos montiert werden konnte. 2001 wurde ein Dämpfungssystem für das Schließen von Möbeln präsentiert. Für den Oberschrankbereich gibt es seit 2005 verschiedene Klappenbeschläge. Im selben Jahr brachte Blum eine mechanische Lösung für das Öffnen von grifflosen Fronten auf den Markt. Im Jahr 2006 wurde das Blum-Programm durch eine elektrische Variante ergänzt. Eine Scharniergeneration mit integrierter Dämpfung ist seit 2009 erhältlich und seit 2011 steht ein Boxsystem mit geraden Seitenwänden zur Verfügung.

Produktionsstandorte
Die Julius Blum GmbH produziert hauptsächlich im österreichischen Bundesland Vorarlberg, wo das Unternehmen in der Rheindeltagemeinde Höchst auch seinen Verwaltungshauptsitz hat. In Vorarlberg stehen derzeit sieben Werke, wovon sich die Werke 1 bis 3 in Höchst befinden. Werk 4 ist in Bregenz, Werk 5 in Fußach, Werk 6 in Gaißau und Werk 7 in Dornbirn situiert. Baubeginn für das neue Werk 8 (Stahlwerk in Dornbirn) war im Sommer 2015. In den Werken werden Scharnier-, Klappen- und Auszugsysteme für den weltweiten Markt entwickelt und produziert. Außerhalb Österreichs wird zudem in den Vereinigten Staaten, Polen und in Brasilien produziert. Der Standort in den USA befindet sich in Lowesville im Bundesstaat North Carolina. In Brasilien ist Blum in Embu im Bundesstaat São Paul mit einem Werk vertreten. Seit 2006 hat der Beschlägehersteller aus Höchst auch in Jasin/Swarzędz in Polen einen Standort.

Anschließend an die Bekanntmachung wurden wir vom Herrn Huber Edgar durch das Werk 4 geführt. In Bregenz werden Box- und Führungssysteme produziert. Die Verpackungsanlagen, sowie die Stanz, Press und Profilier Maschinen wurden vorgestellt.

Melanie Gotthardi, 2cka

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